3D-Adventskalender

Ein Auftrag mit viel Spaß, Anstrengung und arbeitsamen Nächten für meinen Rechner: das Team um die Digitalen Mathe-Adventskalender waren mit dem Design ihrer Website zufrieden und dachten über neue Kalenderblätter nach – also zwei Bilder mit 24 Türchen (oder Söckchen o.ä.). Schnell einigten wir uns auf eine Umsetzung in 3D – spannend!

Hier sind die beiden fertigen Kalender in Aktion zu sehen: mathe-im-advent.de

Der erste Entwurf zeigte schonmal die technischen Möglichkeiten, erinnerte aber zu sehr an einen tristen Kasernenhof…
Der erste Entwurf zeigte schonmal die technischen Möglichkeiten, erinnerte aber zu sehr an einen tristen Kasernenhof…

Also ging es kurzerhand in Blender los. Der Stil stand fest, es sollte alles Low poly aussehen gemäß den Trends im Design- und Games-Bereich. Zunächst dachten wir über eine HTML-Umsetzung mit Straßenblock-Kacheln nach, die dann später ein Dorf bzw. eine Stadt ergeben sollten.

Diese Kachel enthält schon die wesentlichen Models der fertigen Komposition
Diese Kachel enthält schon die wesentlichen Models der fertigen Komposition

Es zeigte sich jedoch, dass zwei große einzelne Bilder, die jeweils das ganze Dorf bzw. Stadt enthalten, technisch besser umzusetzen sind und Abwechslung bieten. Die 24 Links zu den Mathe-Aufgaben wurden mittels Javascript gesetzt. Mein erster Ansatz für die Zahlen im Bild war, 24 abstrakte Kreise mit den Ziffern zu platzieren, doch dann zeigte sich, dass der Stil der Häuser besser nicht aufzubrechen sei, daher bekamen die Hausdächer eigene, selbstleuchtende Schrift-Meshes mit den Zahlen.

Das Dorf ist fertig

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Das fertige Dorf für die Mathe-Aufgaben der 4. bis 6. Klassen
Die Nachtansicht wird ab dem späten Nachmittag bis morgens eingeblendet und ist – da in 3D gebaut – relativ einfach umzusetzen
Die Nachtansicht wird ab dem späten Nachmittag bis morgens auf der Website eingeblendet und ist – da in 3D gebaut – relativ einfach umzusetzen

Die Stadt

Für die Stadt (Kalender für die Matheaufgaben für die 7. bis 9. Klassen) ließ ich mich von den wunderbaren typischen Häusern der Hansekaufleute inspirieren. Die echten Exemplare, die ich bisher in den Hansestädten Wismar, Rostock, Stralsund und Visby sehen konnte, haben mich oftmals wegen ihres eigensinnigen Formats beeindruckt. Da für die Website auf wenig Platz eine sympatische kleine Stadt dargestellt werden sollte, erschien es mir sinnvoll, die Häuser an Hansehäuser anzulehnen, um durch deren „putzig-knuffigen“ Maße ein Gefühl von Gemütlichkeit zu erzeugen. Der Hafen mit Booten, Schiffen und Meeresspiegelung kam für das Hansestadt-Feelung dazu und sollte das Stadtbild interessant aufbrechen.

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Häuser wie aus Zucker
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Die Nachtansicht der Stadt

Das größte Problem beim 3D Modeling sind – auch im 21. Jahrhundert – die Wartezeiten. Jede Lichtquelle im Bild (also jede Kugel in der Lichterkette) erfordert wieder etwas mehr Rechenleistung. Ein 2,3GHz-i7-Laptop ist vermutlich auch mit 16 GB Arbeitsspeicher nicht der optimalste „Renderknecht“, aber dass er eine ganze Nacht für ein sauberes FullHD-Bild braucht, muss man erstmal in den Arbeitsprozess einkalkulieren.

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